ZEA MAYS

Dekoloniale Materialperformance






Mit ZEA MAYS widmen wir uns dem Mais und knüpfen an die für uns typische ästhetische Form eines ‘dekolonialen Objekttheaters’ an. Das bedeutet, dass wir die ganze Bandb- reite unserer verschiedenen Identitäten und interkulturellen Erfahrungen im “Dazwis- chen-Sein” nutzen: Sprachen, Kontakte, Wissensquellen, Theatergenres etc., um eigene und strukturelle Gegensätze, Paradoxien, Widersprüche zusammenzuführen und einen utopischen Raum entstehen zu lassen.
Der Kern von ZEA MAYS (wissenschaftlicher Name von Mais) ist eine Pflanze, die meistens mit gelben Kolben und Popcorn assoziiert wird. Dabei spielt sie als neue Nummer Eins der Weltgetreideernte eine auch in Deutschland wachsende globale Rolle. Das ursprünglich aus Mexiko stammende “Wunderkorn” wird hier hauptsächlich als Futtermais und bei der Ehergiegewinnung in Biogasanlagen verwendet, steckt aber auch in vielen Produkten unseres alltäglichen Lebens: in Nahrungsmitteln, Einweggeschirr, Verpackungsmaterial, in T-Shirts und im Tank.
Vom Schöpfungsmythos der Maya, der besagt, dass die Menschen, aus Mais geschaffen wurden, über seine globale Verbreitung seit der Kolonialisierung und den Monsanto/Bay- er-Genmais-Skandal verfolgen wir in ZEA MAYS das Korn bis zu seiner Reimplantierung nach indiginen Anbaumethoden auf hiesigen Böden. In der multimedialen Performance für Menschen ab 14 Jahren möchten wir einen nahbaren Zugang zu den komplexen und kolonial geprägten Ernährungsketten und ökoniomischen Vertstrickungen zwischen globalem Norden und Süden schaffen und zu einem ökologischen Denken aufrufen: Eat local, act global!
TEAM
Von und mit: KMZ KOLLEKTIV
Text Fassung: Laia Ribera Cañenguez Szenische Leitung: Antonio Cerezo Live-Visuals, Videodesign: Daniela del Pomar Komposition, Live Musik: Yahima Piedra Córdova Bühnenbild, Lichtdesign: Catalina Fernandez Objektbau: Santiago Doljanin
Kostüme: Anne Buffetrille Außenblick: Javier Rojas Trejo Dramaturgische Beratung, Stimme Mais: Katharina von Wilcke Kollaboration und O-Tone: Monserrat Peniche
Produktionsassistenz: Alejandra Atalah Produktionsleitung: ehrliche arbeit freies Kulturbüro
Tour Manager: XPLUSDREI
Fotodokumentation: Pablo Hassmann Videodokumentation, Trailer: quietcityfilms
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Zea Mays ist eine Produktion von KMZ KOLLEKTIV in Koproduktion mit RAMPE Stuttgart. Finanziert aus Mitteln der Einzelprojektförderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Berlin) und Bezirksamt Pankow Amt für Weiterwildung und Kultur -FB Kunst und Kultur. Unterstützt von Schaubude Berlin
Termine
Kommende Tourtermine folgen in Kürze.
PRESSE
"Das Foyer der Berliner Schaubude füllt sich langsam mit Menschen. Es ist warm und gesprächig. Und plötzlich steigt er uns in die Nase – der Duft von frischem Popcorn. "
Die aktuelle Kritik - Von Sophie-Margarete Schuster
Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Kollektiv nichts „Lukrativeres“ tut: Es braucht Menschen, die diese Welt ästhetisch untersuchen; die getrieben von der Freude am Spiel Schubkarren mit Maisstärke füllen, Kontinuitäten aufzeigen, intervenieren und Bilder erschaffen.
Die aktuelle Kritik - Von Sophie-Margarete Schuster
